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Ein Augenarzt beschäftigt sich mit dem Sehorgan

Der Augenarzt, auch Ophthalmologe genannt, ist ein Facharzt, der sich mit dem Aufbau, Erkrankungen und Funktionen des Sehorgans beschäftigt. Der Fachbegriff Ophthalmologe stammt aus dem altgriechischen und bedeute so viel wie Auge oder Sehen. Die Augenheilkunde ist eine der ältesten medizinischen Disziplinen. Bereits 2500 vor Christus werden auf Papyrusrollen aus dem alten Ägypten Ärzte der Augenheilkunde erwähnt. Ebenso erwähnen die Babylonier sie vor über 3600 Jahren in ihren Keilschriften. Selbst die Bibel erwähnt schon Augenärzte, die Trübungen im Auge entfernen konnten.

Eine verminderte Sehfähigkeit wird von einem Augenarzt festgestellt. Auch Kontaktlinsen und Brillen sind bei vielen Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allerdings befassen sich Spezialisten dieser Medizin auch mit dem Sehorgan bei anderen Beschwerden. Ohne diese Fachrichtung der Medizin wären viele Menschen aufgeschmissen.

Welche Ausbildung hat ein Augenarzt?

Wer den Beruf des Augenarztes ergreifen möchte, muss zuerst ein Grundstudium in der Humanmedizin abschließen. Diese geht in der Regel 12 Semester. Es setz sich aus drei Abschnitten zusammen: Vorklinik, Klinik und praktisches Jahr.

Voraussetzung für das Grundstudium ist ein Abitur, dass sich im Bereich gut bis sehr gut befinden muss. Auf Fächer wie Latein und Biologie wird hierbei besonderen Wert gelegt. Auch ein gewisses technisches Verständnis sollte mitgebracht werden, da in der Praxis immer mehr mit modernsten Methoden wie Laser usw. gearbeitet wird.

Die Vorklinik, in der die theoretischen Grundlagen vermittelt werden, dauert insgesamt 2 Jahre. Der klinische Teil umfasst 3 Jahre. In dieser Zeit werden klinische Fächer wie Chirurgie, Anästhesie sowie die Augenheilkunde erlernt. Daran schließt sich das praktische Jahr an, in dem der zukünftige Augenarzt in einer Klinik den praktischen Teil des Arztberufes erlernt. Sind die 12 Semester erfolgreich überstanden, wird das Staatsexamen abgelegt. Besteht man dies, kann im zuständigen Bundesland die Approbation beantragt werden.

Mit dem Erhalt der Approbation ist der Lehrweg eines Augenarztes jedoch keineswegs zu Ende. Ist die Approbation erteilt, erfolgt die eigentliche Aus- und Weiterbildung zum Augenarzt. Die Weiterbildungszeit als Assistenzarzt beträgt insgesamt 60 Monate, wovon bis zu 36 Monate im Ambulanten Bereich geleistet werden müssen.

Eine weitere Möglichkeit der Weiterbildung ist eine sogenannte Fachkunde-Ausbildung, mit einer Dauer von einem Jahr. Hier werden die Bereiche Laserchirurgie in der Augenheilkunde, Laboruntersuchungen und Chirurgie des Augenmuskels gelehrt. Weitere Vorbildungsmöglichkeiten in der Augenheilkunde sind ferner, Gesundheitsberatung und Früherkennung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von seltenen Erkrankungen des Auges und die Erhebung optometrischer befinde.

Welchen Aufgabenbereich hat ein Augenarzt?

Das Auge ist eines der wichtigsten und komplexesten Sinnesorgane des Menschen.

Eine der wesentlichen Aufgaben eines Augenarztes ist daher die Ermittlung der Sehschärfe, die dann je nach Bedarf korrigiert werden muss. Diese Sehtests sind heutzutage sehr umfangreich. Oft geht es auch darum, ob Farbe wichtig wahrgenommen werden kann oder das räumliche Sehen funktioniert.

Diese beiden Untersuchungen sind z.B. maßgeblich, wenn man seinen Führerscheinprüfung ablegen möchte. Des Weiteren obliegt ihm die Diagnose und Behandlung andere Augenkrankheiten, so wird der Augeninnendruck gemessen und bei Bedarf reguliert, sollte er zu hoch sein.

Grauer Star, Netzhautablösungen und Grüner Star werden ebenso behandelt. Augenerkrankungen, die durch Diabetes entstehen, gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum. Trockene Augen, Hornhautverkrümmungen so wie Hornhautentzündungen sind ebenfalls oft zu behandelnde Krankheiten.

Auch chirurgische Eingriffe müssen im Notfall vorgenommen werden. Dies ist oft der Fall, wenn sich z.B. ein Fremdkörper im Auge des Patienten befindet. Dies sind nur einige Beispiele. Durch immer neuere und moderne Behandlungsmethoden ist die Behandlung von Augenerkrankungen heutzutage äußerst vielseitig. Die Augenheilkunde besitzt enge Verknüpfungen zur HNO-Medizin, der Neurologie und der Dermatologie. Nicht selten werden Augenärzte gebeten für diese Bereiche medizinische Diagnosen zu erstellen, um so Verdachtsdiagnosen der anderen Fachrichtungen zu untermauern oder auszuschließen.

Strabologie

Der Fokus liegt bei der Strabologie auf Schielerkrankungen. Zustande kommen diese durch Augenmuskelgleichgewichtsstörungen. Die Bewegung des Auges wird durch sechs verschiedene Muskeln gesteuert. Versagen diese, entsteht Stabismus (Schielen).

Es gibt verschiedene Ursachen dafür. Dies kann beispielsweise Gewalteinwirkung eines Traumas im Sehorgan oder auch eine bestimmte Lähmung des Augenmuskels hervorrufen.

Unter Umständen kann auch eine starke Weit- oder Kurzsichtigkeit auch dazu führen, dass die Koordination der Muskeln versagen.

Es gibt verschiedene Therapieansätze. Diese reichen von der Verordnung einer Brille bis hin zu Operationen am Auge. Oftmals werden bei Erwachsenen Prismabrillen eingesetzt. Diese übernehmen dann beispielsweise Aufgaben wie das Ausrichten der Bilder. Mit der Korrektur der möglichen Fehlsichtigkeit wird auch die Behandlung von Kindern begonnen. Wenn der gewünschte Erfolg jedoch ausbleibt, wird die Okklusionsbehandlung eingesetzt. Das gesunde Auge wird eine gewisse Zeit abgeklebt, sodass das schielende Auge die Fehlsichtigkeit korrigiert.

Glaukomdiagnostik

Ein Glaukom wird auch grüner Star genannt. Eine Früherkennung ist sehr wichtig, da diese Erkrankung Beschwerdefrei verläuft. Schäden am Sehnerv lassen sich nicht mehr beheben, sobald diese einmal vorhanden sind. Ein erhöhter Augeninnendruck ist oftmals die Ursache.

Dieser entsteht, dass ein Ungleichgewicht zwischen Bildung und Abfluss des Augenkammerwassers. Das Gesichtsfeld wird zur Erkennung des Glaukoms analysiert.

Die Erkrankung macht sich jedoch durch Einschränkungen erst im späten Stadium bemerkbar oder wird aufgrund einer anderen Ursache festgestellt.

Der Augenhintergrund wird mit der Spaltlampe betrachtet. Diese enthält ein eingebautes Mikroskop. Wird ein Glaukom festgestellt, sollte dies beobachtet werden, ob es sich ausbreitet. Die Augeninnendruckmessung wird dazu verwendet. Mit Medikamenten oder auch einem operativen Eingriff wird der grüne Star behandelt.

Refraktive Chirurgie

Dieser Bereich umfasst Augenoperationen, die dann die Gesamtbrechkraft des Auges verbessern. Der Patient ist dann nicht mehr auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen oder braucht deutlich schwächere Stärken. Die Arbeitsschwerpunkte des Augenarztes sind dabei Hornhaut und Augenlinse, d diese für die Brechkraft die wichtigsten Bestandteile bilden.

Aufgrund dessen wird zwischen der refraktiven Hornhautchirurgie und der refraktiven Linsenchirurgie unterschieden. Die Linse wird beim zweiten Bereich oftmals durch eine künstliche Linse ausgetauscht. Aufgrund der Diagnose und des Dioptrienwertes wird die Entscheidung getroffen.

Augenärzte in Deutschland

In Deutschland arbeiten laut Bundesärztekammer von den über 385.000 Ärzten etwa 7.497 in der Augenheilkunde als Facharzt. 6.188 von ihnen arbeiten ambulant, als Angestellte in fremden Praxen oder in der eigenen. 1.026 Ärzte für Augenheilkunde arbeiten im Stationären Bereich. Der Rest übt seinen Beruf bei Körperschaften, Behörden oder in sonstigen Bereichen aus.

Welches Gehalt kann ein Augenarzt erwarten?

Das Gehalt eines Augenarztes liegt zwischen 50.840 und 123.504 Euro und ist dabei sehr abhängig vom Arbeitsverhältnis, der Position und der Erfahrung. Außerdem ist das Gehalt eines Augenarztes je nach Bundesland, in dem der Beruf ausgeübt wird, sehr verschieden.